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Zermatt 1998

Telemark Weekend Zermatt 1998

Mitte Oktober war’s wieder einmal soweit! Eine Horde von 20 angefressenen und bereits schneesüchtigen Telemärklern begab sich Freitagabends auf die kurze Reise nach Zermatt.

In der Hoffnung, dieses Jahr wenigstens die Pisten des Theodulgletschers erkunden zu können. Nachdem wir ja bekanntlich im 97 keinen einzigen Bogen in den Schnee murksen konnten und deshalb leider nur die Vorzüge der zahlreichen Restaurants und Bars auskosten konnten.

Im Dorf angekommen, nahmen wir unsere Luxusabstiege, das Hotel Mischabel in Beschlag. Dieses Hotel bietet uns jeweils sämtliche Annehmlichkeiten eines Etablissements in dieser Preisklasse. Wenn zum Beispiel im Zimmer unten links im Parterre jemand furzt, dann hört man dies im vierten Stock oben rechts, sowie 2 ½ Minuten später riecht man es auch! Aber wir sind ja nicht zum schlafen in Zermatt!

Nach dem Nachtessen begaben wir uns auf die obligate Sumpftour, welche im Grampi’s oben startet, dann im unteren Stock weitergeht, anschliessend gegenüber ins Pöschtli führt, auf dem Weinfass weitergeht, und dann irgendwo, wo man einer Barmaid einen letzten Drink erbettelt, endet. Da sich dieses Prozedere in etwa Jahr für Jahr ähnelt, gehe ich nicht auf nähere Details ein.

Der folgende Morgen war für viele relativ schwer fassbar, da einige der Telemärkler beim Morgenessen wohl Ton hatten, aber noch kein Bild! Wir hatten einen wunderschönen Herbsttag erwischt, und die Pistenverhältnisse liessen ein genussvolles „telemärkle“ auf den breiten Pisten am Klein Matterhorn zu. Wie immer machten sich jedoch nach bereits wenigen Fahrten bei den meisten schwer ergründbare Muskelschmerzen bemerkbar. Dieses Phänomen tritt häufig in Erscheinung und wird von Kennern der Materie als übertrainierter Zustand analysiert. Deswegen wird jeweils ein Boxenstop im Testa Grigia auf bereits italienischem Boden vonnöten.

Da wir in der Person von Anita Weyermann prominente Begleitung hatten, war’s ganz amüsant, jemandem auf den schmalen Latten zuzuschauen, der eigentlich als sportliches Talent gilt, aber mit dieser Sportart doch auch Mühe bekundet! Anita hat jedenfalls auch neben der Piste für Unterhaltung gesorgt, indem sie jeweils spontan ihr loses Mundwerk gebraucht hatte.

Am Nachmittag ist jeweils traditionell Après-Ski angesagt. Hierfür haben sich mehrere kleine Gruppen gebildet, die in alle Himmelsrichtungen ausströmten, um irgendwo tranksame zu finden. Deshalb dauerte es bei den einen länger, bis sie ihren Weg ins Hotel fanden, um dort auf die schnelle Körperpflege zu betreiben. Man konnte es einer Gruppe auch nicht verübeln, hatten sie doch einen Guide dabei, der die Zermatter Gepflogenheiten in- und auswendig kennt. Nach einem ausgiebigen Mahl im Pollux, gespickt mit etlichen wichtigen oder unwichtigen Äusserungen, liessen wir den Samstagabend bald einmal Sonntagmorgen werden.

Leider bereitete uns der Sonntagmorgen Kopfschmerzen. Diesmal natürlich nicht wegen der vorangehenden Nacht, sondern wegen der Wetteraussichten

Roger Staub

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