Foto (zufällig)

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Safari 2001

Ei, das Wätter!Obwohl schon fast Mitte April, war die Temperatur eisig, als sich eine stattliche Anzahl Freeheeler auf dem Wispile-Parkplatz traffen, um an der Telemark-Safari teilzunehmen. Roger hatte extra drei Hometrainer in sein fahrbares Raumschiff gepackt, um möglichen Erfrierungen durch heftiges Strampeln entgegenzuwirken.

Nöldu sollte unser weiser und kundiger Führer sein für die nächsten paar Stunden, und so gab er schon mal die erste heikle Passage bekannt: Unfallfreie Fahrt auf den Col Du Pillon. Dies klappte, trotz Freitag dem 13., hervorragend. Das anschliessende Problem, dass einzelne Mitglieder keine Skifelle hatten, konnte gelöst werden, ohne dass dabei Füchse oder andere felltragende Geschöpfe erlegt werden mussten: Nöldu, gewohnt an Touristen wie uns, hatte noch ein paar Reservefelle dabei.

Die paar Höhenmeter waren dank maschineller Hilfe schnell überwunden. Bei einem lauen Kaffee konnten sich die Koffein-Junkies unter uns auf 100% Leistung trimmen, und los gings. Nach einer kurzen Liftfahrt die technisch anspruchsvollste Aufgabe es Tages: Das Montieren der besagten Felle. Da wir allesamt zu der eher smarten Sorte der Zweibeiner gehören, wurde auch diese Hürde locker genommen.

Der Aufstieg auf das Diablerets-Hüri ging ruhig von statten, was wohl auch daher rührte, dass der eisige Wind unsere Mundwerke so verformte, dass es aussah, als hätten wir gerade in eine Rhabarber gebissen. Tja, der Weg zu einem erfahrenen, ledergegerbten Gesicht ist hart. Oben angekommen, schüttelten wir uns die Hände, jeder und jede mit der Miene eines Helden, als hätten wir gerade einen als bisher unbezwingbar geltenden Gipfel bezwungen. Für die, die uns nicht kennen: Zuzutrauen wäre es uns auf jeden Fall.

ZmittagNöldu erklärte uns die einzelnen Gipfel der Alpen, und allesamt waren wir beeindruckt von der Pracht und Schönheit der Landschaft, die nicht etwa in Südamerika oder Australien liegt, sondern direkt vor unserer Haustüre.

Die anschliessende Abfahrt Richtung Sanetsch war durch den verwehten Schnee nicht gerade einfach, aber trotzdem toll. Die dadurch bedingte hohe Sturzquote konnte nicht nur Mitleid hervorrufen…

Die Laufpartie entlang des Sanetschsees verlief wieder sehr ruhig, mal von den elenden Quitschgeräuschen gewisser Telemarkschuhe abgesehen.

Von weiten studierte eine Gemse kopfschüttelnd unser Rudelverhalten.

Nöldu, unser GuideMit der Bahn ging es ins Tal runter, wo ein paar weitere Fersenheber schon auf uns warteten. Das Knurren einzelner Mägen liess nur erahnen, was für ein Hunger sich da in den letzten Stunden angesammelt hatte. Das Grillfeuer bei der gemütlichen Partyhütte von Hannes Brand war dementsprechend schnell entfacht, das Roosteisen bis auf den letzten Quadratzentimeter besetzt. Die Salatbeilagen hatte uns Conroy beschert, der grosszügigerweise auf die geniale Telemark-Tour verzichtete (oder so) und für uns das Rüstmesser schwang.

Die Gemütlichkeit bei Speis und Trank war mal wieder unübertrefflich. Nichts vermochte unsere Stimmung zu trüben, nicht mal der Bauer, der seinen Traktor in Kampfposition brachte, um das Wegfahren einzelner Autos zu verhindern. Mit diplomatischen Geschick konnte die Krise beigelegt werden.

Das Sitzleder reichte für viele Mitglieder bis nach Mitternacht. Die Zeit verkürzten wir mit dem üblichen Spotten und ‚plaggieren‘ sowie mit anspruchsvollen Spielen wie zum Beispiel Kartenblasen und Quarters.

Leute, das war mal wieder genial. Danke allen, die etwas zu dem Gelingen beigetragen haben: Röschü für die Organisation, Nöldu für die Führung, Hannes für das Partyhaus, Conroy als Chef de Cuisine, sowie dem Unterhaltungsduo Killian&Flavio

Cheeeeerioooooooo

Brändi

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