Foto (zufällig)

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Mt Ruapehu 2004

mt ruapehu telemark-festival neuseeland 2004

Auf unserem Trip durch Neuseeland sahen wir es natuerlich als unsere Pflicht an, das lokale, jaehrliche Telemarkfestival zu besuchen. Schliesslich haben wir dies den Kiwis letztes Jahr in Livigno, ca. um 4 Uhr morgens im Tea del Vidal, mit schwerer Zunge, roter Nase und glaesernen Pupillen versprochen. Halbeli-Kurt hat dieses Festival bereits im 2003 erfolgreich besucht und uns den heissen Tip gegeben.

Also machten wir den Abstecher zum Mt. Ruapehu und fuhren am Freitag Abend, 8. Oktober, mit unserem Campervan in Ohakune vor. Eigentlich ein kleines Kaff, aber ganz charmant. Treffpunkt war eine Lodge names „Ossies“: Sue und ihre feste Bindung Ossie Rokstad, ein urspruenglicher Norweger, sind die Besitzer und fuehren nebenbei noch einen kleinen Telemark Rental Shop in ihrer Garage. Voellig unrentabel, aber sie sind eben echte Freeheeler.

Die beiden konnten sich natuerlich noch sehr gut an den letztjaehrigen Swiss „bloody good mate“ erinnern, und wir wurden waermstens mit Kaffee und Kuchen empfangen. Schnell wurden wir mit kompletten Telemark-Equipment eingedeckt. Barbara sah zwar aus wie eine deutsche Touristin kurz vor der neonfarbigen Epoche, aber he, alles komplett gratis! Wir konnten es kaum glauben.

Am Abend wechselten wir von Kaffee und Kuchen zu Rotwein und Grillwurst. Schon mehr unser Stil! Immer mehr Freeheeler tauchten auf, sogar ein paar Norweger und Schweden… Fazit nach diesem Abend: Das soziale Verhalten der Telemaerkler auf dieser Seite der Erde scheint aehnlich dem unseren zu sein. Die Kopfschmerzen und merkwuerdigen Gerauesche auf der Toilette am Morgen danach bewiesen dies eindruecklich…

Wir erlebten schoenes Wetter an diesem Samstag morgen, was am Mt. Ruapehu angeblich sehr selten ist. Etwas verhalten fuhren wir die ersten paar Boegen, doch schon bald weihte ich die Kiwis in die legendaeren Braendi-Stuerze ein. Highlight an diesem Tag war ein Group Telemark Style Contest. Mit zwei weiteren Schweizern, Matia und Salome, welche im nahegelegenen Whakapapa (sprich „Fak’a’papa“) den Kiwis das Skifahren beibrachten, gaben wir ein Parallel-Kurzschwingen etc. durch, abgeschlossen mit einem Moutons Foux (hier bekannt als Tele-Dog, obwohl Schaf besser passen wuerde). Leider konnten wir gegen die „Chicks on Sticks“ aus Neuseeland nichts ausrichten…

Am Abend dann wurden wir im Bus abgeholt, damit niemand auf die Idee kam, die 2km mit dem eigenen Auto zu absolvieren. Wir, d.h. mittlerweile ueber 60 Freeheeler, machten uns hungrig ueber das reichhaltige Buffet her, Rotwein und dergleichen a discretion… cheeerioooo! Colum Revfem, der Organisator, verkuendete die Raenge, dankte den Sponsoren, und verloste massenhaft Preise. Kurzum, ein zufriedener Abend.

Geschaedigt vom Vorabend, sehnten sich um Mitternacht die meisten nach einer horizontalen, weichen Unterlage (bei den meisten handelte es sich dabei um ein Bett). Auch Barbara schien der Helikopterflug in der vorherigen Nacht nicht recht gefallen zu haben und gab forfait. Matia, Salome, drei Norweger und ich machten uns auf ins Powderhorn Chateau. Tonderwaetter, da ging die Post ab. Kuba war selten so frei wie in dieser Nacht! Fruehmorgens torkelten wir die mittlerweile weit mehr als 2km nach Hause…

Frisch wie Putzlumpen machten wir uns am Sonntag wieder auf zum Berg. Ein elender Ganzkoerperschmerz hinderte uns an eleganten Schwuengen, doch gaben wir wie immer alles. Dass Kiwis sehr ausdauernd sind, stellten sie eindruecklich unter Beweis: Am Nachmittag null meter Sicht, Regen wie aus Kuebeln, und sie sprachen immer noch von „great conditions“. Am Ende der Saison sind wir da etwas heikler…

Am spaeteren Nachmittag dann ein Abschiedsschwaetzchen mit Sue und Ossie: Die beiden sind wirklich der Hammer! Allzu gerne wuerden sie uebrigens naechstes Jahr wieder ein paar Schweizer sehen, also Freeheeler, ab ins naechste Reisebuero!

Tja, und das wars dann! Bloody good, mate!

Brandy und Bärblä

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